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Genau
wie es sieben Körper gibt, gibt es auch sieben Chakras,
Energiezentren und jedes Chakra ist auf besondere Art mit seinem
entsprechenden Körper verbunden. Das Chakra des physischen
Körpers ist das Muladhar. Das ist das erste Chakra und es hat
eine wesentliche Verbindung mit dem ersten Körper. Das
Muladhar-Chakra verfügt über zwei Entwicklungsmöglichkeiten.
Seine erste Entwicklungsmöglichkeit wurde uns bei der Geburt
mitgegeben; seine zweite Entwicklungsmöglichkeit kann durch
Meditation erlangt werden. Die grundlegende natürliche
Möglichkeit dieses Chakras ist der Sexualtrieb des physischen
Körpers. Die allererste Frage, die in jedem Sucher aufsteigt,
ist, was er anbetrachts dieses zentralen Prinzips tun soll. Nun
gibt es aber auch noch eine andere Möglichkeit bei diesem Chakra,
und das ist Bramacharya, Zölibat, was durch Meditation erlangt
werden kann. Sex ist die natürliche Möglichkeit, Bramacharya ist
die Transformation.
Je mehr unser Denken und Fühlen auf sexuelle Begierden
ausgerichtet und in ihrem Griff sind, desto schwieriger wird es
sein, das höchste Potenzial von Bramacharya zu erreichen.
Das bedeutet, dass wir diese Situation, die uns von der Natur
gegeben wurde, auf zweierlei Weise nutzen können. Wir können in
dem Zustand leben, in den uns die Natur versetzt hat - aber dann
kann der Prozess des spirituellen Wachstums nicht beginnen -,
oder wir transformieren diesen Zustand.
Die einzige Gefahr auf dem Weg der Transformation besteht in der
Möglichkeit, dass wir anfangen gegen unser natürliches Zentrum
zu kämpfen. Was ist die wirkliche Gefahr auf dem Weg des
Suchers? Das erste Hindernis ist, dass der Sucher, wenn er sich
nur dem Genuss der natürlichen Ordnung der Dinge hingibt, nicht
zur höchsten Möglichkeit seines physischen Körpers aufsteigt und
bereits am Ausgangspunkt stagniert. Auf der einen Seite ist ein
Verlangen, auf der anderen Seite ist Unterdrückung, die den
Meditierer gegen seinen Sexualtrieb ankämpfen lässt. Das ist das
Hindernis beim ersten Chakra. Transformation kann nicht durch
Unterdrückung geschehen.
Wenn Unterdrückung also ein Hemmnis ist, worin liegt dann die
Lösung? Verstehen wird das Problem lösen. Sobald du beginnst,
den Sex zu verstehen, findet eine Transformation im Inneren
statt. Das hat seinen Grund. Alle Naturkräfte liegen blind und
unbewusst in uns. Wenn sie uns bewusst werden, beginnt die
Transformation. Bewusstheit ist die Alchemie, die sie verändert,
die sie transformiert. Wenn sich ein Mensch mit all seinen
Gefühlen und all seinem Verständnis der sexuellen Begierden
bewusst wird, dann wird Bramacharya anstelle von Sex in ihm
geboren. Solange ein Mensch nicht Bramacharya in seinem ersten
Körper verwirklicht hat, ist es schwierig, an den
Entwicklungsmöglichkeiten anderer Zentren zu arbeiten.
Der zweite Körper ist der emotionale oder ätherische Körper. Der
zweite Körper ist mit dem zweiten Chakra verbunden - dem
Svadhisthan-Chakra. Auch in diesem gibt es zwei
Entwicklungsmöglichkeiten. Seine grundlegenden natürlichen
Anlagen sind Angst, Hass, Wut und Gewalt. Das sind alles
Zustände, die das natürliche Potenzial des Svadhisthan-Chakras
ausmachen. Wenn ein Mensch in seinem zweiten Körper stagniert,
dann sind die genau entgegengesetzten Zustände der
Transformation - Liebe, Mitgefühl, Furchtlosigkeit,
Freundlichkeit - nicht möglich. Das Hindernis auf dem Weg des
Meditierers im zweiten Chakra sind Hass, Wut und Gewalt und es
geht darum, sie zu transformieren. Auch hier wird derselbe
Fehler gemacht. Der eine mag Wut freien Lauf lassen, der andere
mag seine Wut unterdrücken. Der eine wird einfach Angst haben,
der andere wird seine Angst unterdrücken, und so tun, als wäre
er sehr mutig. Aber keins von beiden führt zu Transformation.
Wenn Angst da ist, muss sie angenommen werden; es ist sinnlos
sie zu verleugnen oder zu unterdrücken. Wenn es Gewalt im Innern
gibt, dann ist es sinnlos, sie unter dem Mantel der
Gewaltlosigkeit zu verbergen. Parolen der Gewaltlosigkeit zu
schreien wird den inneren Zustand der Gewalt nicht verändern.
Die Gewalt bleibt. Sie ist ein Zustand, der in der Natur des
zweiten Körpers liegt. Sie hat ihren Sinn, genau wie Sex einen
Sinn hat. Nur durch Sex können andere Körper geboren werden.
Bevor ein physischer Körper vergeht, hat die Natur Vorsorge
getroffen, dass ein neuer geboren wird.
Angst, Gewalt, Wut, sie alle sind auf der zweiten Ebene
notwendig, sonst könnte der Mensch nicht überleben, er könnte
sich nicht schützen. Angst schützt ihn, Wut verwickelt ihn in
Kämpfe gegen andere und Gewalt hilft ihm sich vor der Gewalt
anderer zu retten. All das sind Eigenschaften des zweiten
Körpers und sie sind notwendig zum Überleben, aber normalerweise
bleiben wir hier stehen und gehen nicht weiter. Wenn ein Mensch
die Natur der Angst versteht, erlangt er Furchtlosigkeit, wenn
er die Natur der Gewalt versteht, erlangt er Gewaltlosigkeit.
Und genauso entwickeln wir die Fähigkeit zu verzeihen, wenn wir
Wut verstehen.
In der Tat ist Wut die eine Seite der Medaille, die Bereitschaft
zu verzeihen die andere. Die eine verbirgt sich hinter der
anderen - aber die Medaille muss herumgedreht werden. Wenn wir
die eine Seite der Medaille ganz genau kennen, werden wir
natürlich neugierig und wollen wissen, was auf der anderen Seite
ist - und so dreht sich die Medaille herum. Wenn wir die
Medaille verbergen und so tun, als gäbe es keine Angst, keine
Gewalt in uns, werden wir niemals Furchtlosigkeit und
Gewaltlosigkeit erfahren. Wer die Gegenwart der Angst in sich
akzeptiert und wer sie vollkommen erforscht hat, wird bald
herausfinden wollen, was sich hinter der Angst verbirgt. Die
Neugier wird ihn ermutigen, die andere Seite der Medaille
anzuschauen.
In dem Moment, in dem er sie umdreht, wird er furchtlos. genauso
wird sich Gewalt in Mitgefühl verwandeln. Das sind die
Möglichkeiten des zweiten Körpers. Auf diese Art und Weise muss
der Meditierer eine Transformation der Eigenschaften, die ihm
von der Natur gegeben wurden hervorrufen. Um dies in Gang zu
setzen, muss er niemand anderen fragen; er muss in sich selbst
suchen und forschen. Wir alle wissen, dass Wut und Angst
Hindernisse sind - denn wie kann ein Feigling die Wahrheit
suchen? Er wird herumlaufen und um die Wahrheit betteln. Er wird
sich wünschen, dass ein anderer sie ihm geben möge, ohne dass er
sich auf unbekanntes Terrain wagen muss.
Der dritte ist der Astralkörper. Auch er hat zwei Dimensionen.
Grundsätzlich geht es im dritten Körper um Zweifel und Denken.
Wenn sie transformiert werden, wird Zweifel zu Vertrauen und
Denken wird Vivek, Bewusstheit. Wenn Zweifel unterdrückt werden,
dann erlangst du niemals shraddha, Vertrauen, obwohl wir gelehrt
werden, Zweifel zu unterdrücken und das zu glauben, was wir
hören. Wer seine Zweifel unterdrückt, wird niemals Vertrauen
können, denn der Zweifel bleibt in den unterdrückten Gedanken
gegenwärtig. Er wird sich wie ein Krebs im Inneren ausbreiten
und deine Vitalität aufzehren. Aus Furcht vor Skepsis werden dir
Glaubenssätze eingetrichtert. Wir werden die Eigenschaft des
Zweifels verstehen müssen, wir werden ihn leben und mit ihm
gehen müssen. Dann werden wir eines Tages einen Punkt erreichen,
an dem wir beginnen, am Zweifel zu zweifeln. In dem Moment, in
dem wir anfangen, den Zweifel selbst zu bezweifeln, beginnt
Vertrauen.
Wir können kein klares Unterscheidungsvermögen gewinnen, ohne
durch den Prozess des Denkens zu gehen. Es gibt Menschen, die
nicht denken, und es gibt Menschen, die sie darin ermutigen,
nicht zu denken. Sie sagen: "Denke nicht, lass alle Gedanken
hinter dir". Wer aufhört zu denken, endet in Unwissenheit und
blindem Glauben. Das ist keine Klarheit. Unterscheidungsvermögen
gewinnt man nur, wenn man durch die subtilsten Denkprozesse
gegangen ist. Was ist die Bedeutung von Vivek,
Unterscheidungsvermögen? Zweifel ist in den Gedanken immer
vorhanden. Der Verstand ist immer unentschlossen. Deshalb kommen
diejenigen, die sehr viel denken, niemals zu einer Entscheidung.
Erst wenn sie das Rad der Gedanken durchbrechen, können sie eine
Entscheidung treffen. Entschlossenheit kommt aus einem Zustand
von Klarheit, der über die Gedanken hinausgeht.
Gedanken haben keine Verbindung zur Entschlossenheit. Wer
ständig in Gedanken vertieft ist, kommt zu keinem Entschluss.
Deshalb ist es unvermeidlich, dass diejenigen deren Leben
weniger von Gedanken beherrscht wird, sehr resolut sind,
wohingegen diejenigen, die eine Menge denken, die
Bestimmtheit fehlt. In beidem liegt jedoch eine Gefahr.
Diejenigen, die nicht denken, gehen einfach drauf los und tun,
was sie sich gerade vorgenommen haben, denn sie haben keinen
gedanklichen Prozess in sich, der Zweifel hervorruft.
Die Dogmatiker und Fanatiker der Welt sind sehr aktive und
energetische Menschen; für sie kommt zweifeln erst gar nicht in
Frage - sie denken überhaupt nicht! Wenn sie das Gefühl haben,
das Himmelreich zu erlangen, indem sie tausend Menschen töten,
dann werden sie nicht eher ruhen, bis sie diese tausend Menschen
getötet haben. Sie halten niemals ein, um zu bedenken, was sie
tun; daher gibt es von ihrer Seite niemals Unentschlossenheit.
Ein denkender Mensch dagegen wird immer weiterdenken, anstatt
Entschlüsse zu fassen.
Wenn wir unsere Türen aus Angst vor Gedanken schliessen, wird
nur blinder Glaube zurückbleiben. Das ist sehr gefährlich und es
ist ein großes Hindernis auf dem Weg des Meditierers. Es werden
eine klare Besonnenheit und klare, entschlossene Gedanken
gebraucht, die uns Entscheidungen ermöglichen. Das ist die
Bedeutung von Vivek: Klarheit, Bewusstheit. Es bedeutet, dass
die Kraft des Denkens vollendet ist. Es bedeutet, wir sind so
sorgfältig durch die Gedanken gegangen, dass alle Zweifel
ausgeräumt wurden. Jetzt bleibt nur reine Entschlossenheit in
ihrer Essenz.
Das Chakra, das zum dritten Körper gehört, ist Manipur. Zweifel
und Vertrauen sind seine beiden Formen. Wenn Zweifel
transformiert wird, entsteht Vertrauen. Aber merkt euch,
Vertrauen ist nicht gegen Zweifel und steht auch nicht im
Widerspruch dazu. Vertrauen ist die reinste und höchstmögliche
Entwicklung des Zweifels. Es ist das äußerste Extrem von
Zweifel. Dort verliert sich selbst der Zweifel, denn dort
beginnt er an sich selbst zu zweifeln und begeht auf diese Art
und Weise Selbstmord. daraus wird Vertrauen geboren.
Die vierte Ebene ist der mentale Körper oder die Seele, und das
vierte Chakra, das Anahata, ist mit dem vierten Körper
verbunden. Die natürlichen Eigenschaften dieser Ebene sind
Vorstellungsvermögen und Träumen. Und das ist, was der Verstand
ständig macht: phantasieren und träumen. In der Nacht träumt er
und während des Tages hängt er Tagträumen nach. Wenn die
Imagination, die Vorstellungskraft, vollständig entwickelt ist,
das heißt, wenn sie bis zum äußersten Grad entwickelt ist, dann
wird sie zu Bestimmtheit, zu Willen. Wenn sich das Träumen voll
entwickelt, verwandelt es sich in Vision - in seelische Vision.
Wenn sich die Fähigkeit des Menschen zu träumen voll entwickelt
hat, braucht er nur die Augen zu schließen und er kann Dinge
sehen. Dann kann er sogar durch eine Wand sehen. zuerst träumt
er nur davon, durch die Wand sehen zu können; später sieht er
dann wirklich durch die Wand hindurch. Im Augenblick kann er nur
raten, was du denkst, aber nach der Transformation weiß er, was
du denkst. Vision bedeutet, Dinge ohne den Gebrauch der üblichen
Sinnesorgane hören oder sehen zu können. Für einen Menschen, der
eine Vision entwickelt hat, existieren Begrenzungen von Raum und
Zeit nicht mehr.
-Osho-
Was ich noch zu
sagen hätte:
Für weitere
Informationen über das vierte Chakra und auch das 5.-7. Chakra
besorgt euch bitte das Buch. Dieses Wissen, das Osho in diesem
Buch preis gibt ist einfach lebensnotwendig, jeder Mensch sollte
über die 7 Körper und seine 7 Chakras Bescheid wissen.
Herzlichst Marion
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