Koans

Zen-Meister bedienen sich gerne des Erzählens von Koans. Sie haben den Hintergrund, den Schüler auf eine höhere Bewusstseinsebene zu bringen. Die meissten Koans sind mit dem Verstand nicht zu erklären oder gar zu lösen. Im Grunde kann man ein Koan nicht mit dem Verstand verstehen und es gibt normalerweise auch keine Lösungen. Ein Koan kann man nur intuitiv verstehen, da die Grenzen des logischen Denkens durchbrochen werden. Es soll erkannt werden, dass es keine Getrenntheit gibt, keine vom Rest abgegrenzte Existenz. Anhand der Reaktion des Schülers auf das Koan, kann der Meister den Reifegrad des Schülers erkennen.


Goso sagte: "Ein Büffel geht durch´s Fenster. Sein Kopf, seine Hörner und vier Beine gehen durch. Aber warum geht der Schwanz nicht auch hindurch?"

Ein Mann hängt mit den Zähnen an einem Ast über einer Schlucht. Mit den Armen erreicht er nicht den Ast und mit den Füssen keinen Zweig. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt ihn woher er gekommen sei. Wenn er nicht antwortet handelt er gegen den Wunsch des Fragenden, wenn er antwortet verliert er sein Leben. Wie soll der Mann handeln?

Im Wasser stehend, klagen wir über Durst.

Wer stellt die Frage?

Sich finden, heisst sich verlieren.


zurück