Das Höhlengleichnis von Platon (427 - 347 vor Christus)

Die Geschichte erzählt von Menschen, die seit ihrer Geburt angebunden in einer Höhle leben. Hinter ihnen ist eine Mauer errichtet wo ein Feuer brennt. Hinter ihnen gehen Menschen vorbei, welche ihrer Arbeit nachgehen und sich auch hin und wieder unterhalten. Die angebundenen Menschen sehen vor sich an der Wand die Schatten der hinter ihnen Vorbeigehenden. Das ist ihre ganze Wahrheit.
Platon fragt nun, was wohl geschehen würde, wenn man einen dieser Menschen umdrehen würde und die Vorbeigehenden direkt gesehen werden könnten. Wa
s, wenn dieser Mensch nach draußen käme und die Sonne sehen könnte?
Zunächst könnte er nicht glauben was sich ihm offenbart. Er müsste sich erst an die Realität gewöhnen. Nach und nach werden die Zusammenhänge klar. Die Wichtigkeit der Sonne und die Erfahrung der Jahreszeiten.
Würde dieser Mensch sich nun wieder in die Höhle begeben, bedürfte es wieder einiger Gewöhnung. Würde er den anderen erzählen was ihm widerfahren ist, und dass alle anderen die Schatten an der Wand für die Realität halten, was sie aber nicht ist, würde er sich der Lächerlichkeit preis geben. Seine Mitgefangenen würden seine Geschichte für Spinnerei halten und es für unmöglich erklären, dass es ein Draußen gibt. Sie würden sogar denjenigen, der sie nach Draußen bringen wollte, umbringen.

Das Höhlengleichnis lehrt uns, dass Menschen nicht bereit sind die Wahrheit anzusehen, wenn sie sie nicht selbst erlebt haben.

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