Unser Aussteigerleben - Der Weg ins Anderland (5. Oktober 2012)

Da ich sehr viele Fragen bezüglich unseres Lebensstils erhalte, möchte ich Euch hier ein paar Antworten geben.

Wir sind einen sehr kurzen Weg gegangen, das zeigt auch schon, wie ich finde sehr schön, dass wir nicht den Weg des Verstandes gegangen sind, der immerzu abwägt und überlegt und zweifelt.



 

Wir haben uns ein Herz gefasst, was übrigens nicht schwierig war :-) und haben alles was wir hatten verkauft und uns in Ungarn ein Häuschen mit Land gekauft. Arbeiten für Geld haben wir schlicht aus unserem Leben gestrichen. Wir wollen mit dem klar kommen, was wir haben und das ist hier in Ungarn möglich. Hier ticken die Uhren und die Menschen noch etwas langsamer. Die Energie ist nicht so schuldbeladen wie in Deutschland, es ist eine Leichtigkeit wahrzunehmen. Die Menschen auf den Dörfern sind hier Selbstversorger. Auch aus dem einfachen Grund, weil es hier wenig Arbeit gibt. Ich finde es ist einer Zivilisation hoch anzurechnen, wenn sie sich von der Arbeit befreit. So einen Unsinn wie Vollbeschäftigung, reden glaub ich nur noch die Leute nach, die sich mit Wissen voll stopfen, und nicht selber denken und schauen was die Wirklichkeit ist. Wenn es gelingt, dass die Arbeit von Maschinen übernommen wird, dann ist das ein phantastischer Erfolg. Den Menschen steht dann der Weg der geistigen Entwicklung offen.

Und das ist auch unser Weg. Wir haben bemerkt, dass wir nicht zu uns selbst kommen können, solange wir Arbeiten für Geld verrichten und solange wir ein Leben führen, das viel Geld benötigt. In der Einfachheit liegt die Zufriedenheit.

Eine Arbeit zu tun, die viel Freude macht und das Geld dann von ganz alleine zu einem fließt, so sollte es sein.

Wir führen hier ein geruhsames Leben. Ein Häuschen am Wald mit Land und einem lustigen englischen Paar als Nachbarn, die meistens unterwegs sind.
Wir lieben die Stille.

Unser Land misst 1 ha, welchen wir größtenteils renaturieren wollen. Denn die vergangenen Jahre wurde hier konventionelle Landwirtschaft betrieben, was die Erde sehr gequält hat. Der Boden ist steinhart und es gibt keinen einzigen Wurm. Wir haben bereits Samen für jede Menge Bäume und Büsche gesammelt, Akazie, Walnuss, Zwetschgen, Hagebutte, Mandel, Wildpfirsich ... das wird schön :-)

Auf unserem Land ist derzeit nichts zu ernten, aber in der Umgebung ist viel Natur und wir sind oft stundenlang beim Wandern an der frischen Luft und genießen die nährende Energie und die Sonne Ungarns.

Helmut hat etwas Spinat, Mangold und Salat angepflanzt. Für unseren Grünen Smoothie sammeln wir Wildpflanzen wie Brennesseln und Löwenzahn am Waldrand direkt vor unserer Tür. Alles andere wie Kürbis, Kartoffeln, Tomaten, Gurken usw. kommt nächstes Jahr. Wir werden intuitiv jedoch überwiegend nach Permakultur anbauen und uns einen Heilgarten anlegen.

Allerdings ernten wir hier gerade soviel aus der Umgebung, dass wir uns schon vorkommen, wie im richtigen Selbstversorgerleben. Pilze müssen getrocknet werden, da die Mengen so groß sind, dass wir sie nicht essen können. Walnüsse stehen sackweise auf der Veranda. Äpfel müssen gelagert werden, Trauben müssen gegessen werden .... :-)

Holz muss gehackt und gestapelt werden. Diese sinnvollen Arbeiten tun wir für uns und unsere Bedürfnisse, und ich glaube das macht sehr zufrieden.

Wir sind jetzt 2,5 Monate hier und leben ein weitaus erfüllteres Leben, als es jemals zuvor war.

Wie kommt man zur Einfachheit?
Indem man alles weglässt was man nicht braucht
Nun, was braucht man nicht? So ziemlich alles was ein modernes Leben beinhaltet. Wir haben schon vor 13 Jahren alle Handys abgeschafft. Wer muss schon ständig erreichbar sein?  Sogar Kindergartenkinder werden heutzutage mit Handys ausgestattet, weil die Mütter vor lauter Angst um ihre Kleinen keinen anderen Weg wissen. Wie hat das nur meine Mutter gemacht? ;-) 

Vor 11 Jahren haben wir die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst übernommen und die Krankenversicherung gekündigt. Wir haben festgestellt, dass die moderne Schulmedizin hervorragend in der Chirurgie ist, aber bei den wichtigen Fragen keine Antworten hat.

Wie zum Beispiel beim Thema Ernährung oder wenn man mal wirklich krank ist. Man wird dann mit Medikamenten überschüttet, die in jedem Fall toxisch sind und wenn der Schulmediziner nicht weiter weis, dann schneidet er halt ein Organ raus. Was nicht mehr da ist, kann auch nicht mehr weh tun.

So stellen wir uns Heilung nicht vor, und wir wollen schon gar nicht für so einen Unsinn bezahlen. Wenn wir schulmedizinische Hilfe benötigen, dann bezahlen wir das selbst.

Bis jetzt waren das in den letzten 11 Jahren keine 500 Euro. Mal ein gebrochener Fuß, das kostete genau 50 Euro im Riedlinger Krankenhaus, das ist am Bodensee. Ein anderes Mal eine durchschnittene Sehne, das kostete ebenfalls 50 Euro.

Die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen heißt für uns:

-Eine gesunde, vegane, basische, überwiegend rohköstliche Ernährung mit der Hauptgrundlage "Grüne Smoothies"


Nachtrag Januar 2017
Seit ca. 2 Jahren sind Grüne Smoothies nicht mehr die Hauptgrundlage unserer Ernährung. Wir haben festgestellt, dass die selbst angebaute Nahrung uns voll und ganz versorgt, nährstofftechnisch und energetisch. Die Grünen Smoothies führten sogar zu Übergewicht, weshalb wir sie stark eingeschränkt haben und sie nur noch nach Lust und Laune verspeisen :-)

 

-Licht als Energielieferant anzuerkennen und dementsprechend zu leben 

-Lebendiges Wasser und echtes Salz (Himalayasalz)

-Gedankenhygiene, sprich Meditation

-Kreative Arbeit

-Bewegung und ausreichend Schlaf

-Liebevolle Berührung (Tantra)

-Ein respektvoller und liebevoller Umgang miteinander

Denn Krankheiten fallen nicht vom Himmel, wir verursachen sie selbst. Auch Unfälle verursachen wir durch unsere Unbewusstheit und schlechten Geisteszustand selbst. Von daher gibt es für uns keine Gründe für eine Krankenversicherung.

Von diesem gesparten Geld ist es uns zum Beispiel möglich einen Kohlefilter für unser Wasser zu kaufen, oder einen Hochleistungsmixer für unsere "Grünen Smoothies". Wir können auf diese Art aktiv für unsere Gesundheit etwas tun.

 

"Nicht zum Arzt zu gehen ist unverantwortlich", höre ich oft. Ich finde es unverantwortlich sich nicht selbst um seine Gesundheit zu kümmern, denn es ist ganz einfach.

Ein wichtiges Thema, das ich fast vergessen hätte sind Kredite. Wir hatten vor 13 Jahren Kredite laufen. Diese haben wir auf dem schnellsten Wege abbezahlt und nie mehr einen Kredit aufgenommen. Wir leisten uns das, wofür wir Geld haben. Was wir nicht bezahlen können, dafür ist eben nicht die Zeit. Banken schöpfen Geld aus dem Nichts und sie verlangen Zinsen, was in jedem Fall unmenschlich ist und wie man aktuell sieht, ganze Länder ruiniert. Kredite sind wie Sklavenketten. Wir haben festgestellt, dass manche Menschen diese Ketten benötigen, wir haben sie abgeworfen.

Was wir noch alles nicht haben:

-Telefon
-Fernseher, Radio, Tageszeitung ...
-Waschmaschine
-Elektroherd
-Versicherungen im allgemeinen
-Tiere
-Kinder
-Angst vor allem Möglichen
-Interesse an Politik (Dominik Storr, Bürgeranwalt : "Ein Staat wird gegründet, wenn jemand Sklaven braucht")


Warum wir nicht in Gemeinschaft leben
Wir haben einige Gemeinschaften besucht um herauszufinden, ob wir so leben wollen. Die Vorteile sind klar, Viele Hände schnelles Ende, was soviel heißt wie dass man gemeinsam eben mehr schafft. Man kann gemeinsam säen, ernten und für den Winter einkochen. Es ist immer jemand da, man ist nie alleine. Man hat einen gewissen Schutz. Man lebt mit Gleichgesinnten und die Unterschiedlichkeit der Menschen kann durchaus die persönliche Entwicklung fördern.

Für uns kristallisierte sich jedoch heraus, dass eine Gemeinschaft uns zu sehr von uns selber wegbringen würde. Wir sind gerne allein und dabei sind wir nicht einsam. Wir haben auch festgestellt, dass hinter dem Wunsch nach Gemeinschaft oft der Drang nach Beschäftigung und Ablenkung steht, sowie die Angst vor der Konfrontation mit sich selbst. Genau das ist unser Weg. Wir wollen uns selbst erfahren in Stille und Meditation. Dabei haben wir festgestellt, je meditativer wir sind umso einfacher läuft unser Leben. Probleme lösen sich oft wie von selbst, grundlose Freude und Zufriedenheit stellen sich ein, die Dinge gehen uns leicht von der Hand und wir sind im Fluss.


Alle sagten, dass es nicht geht. Und dann kam einer, der wusste das nicht, und der machte es dann einfach.


Was Andere von uns denken könnten

Darauf haben wir nie geachtet. Denn anderer Leute Gedanken über uns und unseren Weg hat mit uns rein gar nichts zu tun. Wir haben uns nie abhängig gemacht von der Zustimmung oder Ablehnung Anderer. Was nicht heißt, dass es nicht Leute gegeben hätte und immer noch gibt, die uns viele wertvolle Tipps gegeben haben und die unser Bewusstsein immer wieder erleuchtet haben.


Wissen ist Macht, und doch weist die Intuition den Weg

Zu den vielen Wegbereitern gehören:

Mehr Wissen besser leben
www.kent-depesche.com


Gesundheit
Peter Jentschura (Buch: Gesundheit durch Entschlackung)
Max Otto Bruker (Buch: Unsere Nahrung unser Schicksal)
Peter Ferreira (Wasser & Salz; Vortragsvideo)
Peter Ferreira (Buch: Wasser & Salz)
Victoria Boutenko (Buch: Green for Life)
Sepp Holzer (Buch: Permakultur und die praktische Anwendung)
Dr. Hamers 5 biologische Naturgesetze

Bewusstsein
Dieter Broers (Buch: Transformation der Erde, Matrix-Code)
Gregg Braden (Buch: Das Erwachen der neuen Erde)
Bruce Lipton (Vortragsvideo/youtube: Der Geist ist stärker als die Gene)
Eckhart Tolle (Buch: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart; Video: Freiheit von Gedanken)
Deepak Chopra (Buch: Das Buch der Geheimnisse, Bewusst glücklich; CD: Dein Heilgeheimnis)
Han Marie Stiekema (
Vortragsvideo/youtube: Der integrale Weg; Die große Mutterspiritualität)
Bashar Zitat "Die erste Kunstform, die es zu beherrschen gilt, ist simpel "hiersein" jetzt und mit allem was jetzt ist.
Grazyna Fosar & Franz Bludorf (Buch: Fehler in der Matrix; Zaubergesang)

Weltgeschehen
Andreas Popp, www.wissensmanufaktur.net; http://www.steuerboykott.org/
Prof. Dr. Hans J Bocker (Vortragsvideo/youtube: Wir haben keine Krise, es findet ein Gesundungsprozess statt)

 
Angstfrei und lebendig wurden wir dann ab 2008, als wir von Osho hörten und seine Diskurse schauten und seine Bücher lasen.

Osho gab uns Klarheit und einen Weg. Den Weg nach Innen. Die Klarheit, dass nichts im Außen je Erfüllung und Zufriedenheit bringt, da nichts im Außen den physischen Tod überdauert. Dass nur das was ewig bleibt einen Wert besitzt.

Nur dafür lohnt es sich Anstrengungen zu unternehmen....


Es ist nicht wichtig viel zu wissen, es ist wichtig Bewusst Zu Sein.

 

Es ist immer alles da, was man braucht. Es ist nur eine Frage des Bewusstseins das zu erkennen.

Und zu Guter Letzt das Geheimnis aller Geheimnisse von Karl Renz :-)
Sei, was du nicht nicht sein kannst :-)

Herzlichst Marion

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