Unser Aussteigerleben - Seelennahrung Meditation

Die meisten Menschen haben von Meditation eine Pseudovorstellung, so nenne ich das. Sie wissen nicht was Meditation ist, haben aber Vorstellungen davon, welche dem Fernsehen und Meinungen anderer Leute entspringen.

So blicke ich oft in Gesichter, sich befremdlich fühlender Menschen, wenn sie hören dass ich meditiere. Manchmal wird mir dann auch schon mal ein "Om" vorgesungen und es wird mir lächelnd die Lotushaltung gezeigt.
Wissendere sagen mir: "Meditation, ah ja das kann ich nicht, ich kann nicht still sitzen".

Nun, ich kann nur empfehlen sich mit Meditation zu beschäftigen, für mich ist es der einzige Weg zu sein.

Auch ich kann nicht still sitzen.

Als westliche Menschen wurden wir dazu erzogen zu arbeiten, ununterbrochen zu denken und nur ja nicht zur Ruhe zu kommen. Man ist ständig beschäftigt, in Eile und hat sogar dabei den Draht zu sich selbst verloren. Stillsein und entspannen wird sofort mit Faulsein in Verbindung gebracht, nur wer vor Arbeit nicht mehr aus den Augen schauen kann, ist anerkannt und verdient Lob und Ehre.

Nur wer seinen Kopf gebraucht ist "richtig". Unser eigentliches Lebenszentrum, der Nabel, ist den meisten schon nicht mehr bekannt.

Aber genau aus einem solchen Zustand erwächst immer mehr Chaos. Ich habe dieses "ehrvolle Arbeitsleben" ein paar Jahre gelebt und es war lediglich ein Vorbeirennen am Leben und an mir selbst.

Zu dieser Zeit begegnete ich einem Zen-Lehrer. Bei ihm lernte ich stillsitzen. Mein Körper saß still, mein Kopf brannte beinahe durch vor lauter denken. Zen-Meditation ist etwas für Könner, für Leute, die bereits in der Lage sind ihre Gedanken zu beobachten und Abstand halten können, denen klar ist, dass sie nicht ihr Verstand sind.

Theoretisch war mir das alles soweit auch klar, aber die Praxis!
Ich konnte nicht einfach sitzen. Es stellten sich diese Schaukelbewegungen ein, was ein sicheres Zeichen dafür ist, dass der Körper in starker Unruhe ist. Und irgendwann hörte ich mit Zen-Meditation auf.

2008 begann ich mit Oshos dynamischen Meditationen. Sie haben einen anderen Ansatz, sie sind für Westler gemacht. Für Menschen, bei denen der Kopf erst zur Ruhe gebracht werden muss. Dies geschieht mit Bewegung.

Für mich hat sich die Kundalini-Meditation bewährt. Man schüttelt sich erst 15 Minuten, dann tanzt  man 15 Minuten, und das alles so total wie möglich. In der dritten Phase sitzt man dann und hört der Musik zu. Erst nach 45 Minuten legt man sich hin und ist still.

Das ist für mich ein Weg zu meditieren.
Meditation ist entspanntes Sein ohne denken.

Das kann auch durchaus den Tag über passieren, dass ich in Meditation bin. Z.B. wenn ich Didgeridoo spiele oder kreativ arbeite.

 



Wichtig für mich ist, dass ich mich nicht mit jedem Gedanken identifiziere. Denn ich bin nicht mein Verstand.

Herzlichst Marion 

 



Aus "the new dawn" von Osho

Die Analyse kann niemanden über die Psyche hinausführen. Der Weg darüber hinaus liegt in der Bewusstheit, der Weg über Denken und Psyche hinaus liegt in der Meditation.

Dieser Weg ist einfach und im Osten hat er tausende von Erleuchteten hervorgebracht. Sie haben nichts mit dem Verstand selbst gemacht, aber sie haben etwas anderes gemacht: Sie sind wach geworden, aufmerksam, bewusst. Sie haben den Verstand als Objekt betrachtet - genauso, wie man einen Baum, eine Säule, einen anderen Menschen betrachtet. Sie haben versucht, den Verstand als etwas Getrenntes wahrzunehmen, und es ist ihnen gelungen.

In dem Augenblick, wo es gelingt, den Verstand als getrennt von sich wahrzunehmen, stirbt der Verstand, und an seine Stelle tritt Klarheit. Der Intellekt verschwindet, und Intelligenz tritt in Erscheinung. Man reagiert nicht mehr, sondern handelt spontan.
 




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