Unser Aussteigerleben - Neues von der Scholle

Die Scholle ist das Land des Bauern, auf dem er wohnt und es bewirtschaftet, und von dessen Früchten er lebt. Ich habe diesen alten Begriff bei Viktor Schauberger gehört. Der Begriff wird auch als Metapher für Heimat gebraucht.


 

Rote Beete an Weihnachten aus dem eigenen Garten - Dezember 2016
Man sieht es nicht so gut, aber die Rote Beete, die Helmut da in der Hand hat, wog 1,5 Kilo! :-) Geerntet im Dezember. Solange der Boden nicht gefroren ist, kann man gut ernten. Ansonsten muss man halt warten, bis der Boden wieder weich ist und eben dann ernten ;-) Das Kraut der Roten Beete kann man, sofern es noch schön ist, entweder auch kochen oder roh in den Salat machen. Wir verwerten alles :-) Dieses Jahr hatten wir zwar viele Ausfälle wegen des Frostes im April, aber wir haben festgestellt, es reicht immer :-) Zumal wir vom selbst Angebauten viel weniger essen, es nährt einfach viel besser, als das Supermarktessen.

 

 

 

 

Thymiantee und Weihnachtskonfekt - 7. Dezember 2016
Zur Weihnachtszeit mache ich gerne Kleinigkeiten, die es das Jahr über sonst nicht gibt. Einfach was Besonderes. Heute war es ein Dattel-Walnuss-Konfekt :-)
Dazu passt sehr gut ein Roiboos Tee .... mmh



Man nehme:
100g Datteln
60g Walnüsse gemahlen
Eine Handvoll gehackte Walnüsse
1 TL Kakao
4 Tropfen Orangenöl
Ein kleines Schälchen Kokosraspeln

 

Die 60g Walnüsse habe ich im kleinen Mixer gemahlen. Die Datteln klein schneiden und mit den Walnüssen zu einem Teig verarbeiten. Den Kakao gleichmäßig drüberstreuen und verkneten. Je nach dem wie feucht die Datteln sind, noch etwas Wasser zugeben. Das Orangenöl ebenfalls gleichmäßig drübertropfen und zu einem feinen Teig kneten. Die gehackten Walnüsse untermischen.
Ich habe den Teig 2 Stunden kaltgestellt und anschliessend die Masse auf ein Brett gestrichen. Mit dem Messer habe ich dann Rauten geschnitten und diese in Kokosraspeln gewendet. Sieht sehr elogant aus ;-) würde Pippi Langstrumpf jetzt sagen oder war es doch der Pumuckl? ;-)

Und nun noch der Thymiantee :-)
Ich habe frische Thymianzweige verwendet. Thymian ist winterhart und wächst das ganze Jahr, man kann ihn immer ernten.
Er tut sehr gut, wenn man Husten hat. Die ätherischen Öle des Thymians lindern diesen lästigen Winterbegleiter ganz gut :-)
Wichtig beim Aufbrühen ist, dass man nicht kochend aufgießt, denn dann verpuffen die ätherischen Öle sogleich in der Luft. Man sollte das Wasser abkühlen lassen, 1 Minute. Und dann den Tee abdecken, so bleibt alles im Gefäß, was wir benötigen :-) 6 Minuten ziehen lassen. Ich belasse die Zweige im Gefäß. Ein Abseihen ist nicht unbedingt nötig.

 



 

 

Tomatillos sind köstlich - 4. November 2016
Ich esse sie am liebsten roh. Sie schmecken sehr süß, wenn sie ganz reif sind. Reif sind sie, wenn sie ganz dunkellila sind. Die nicht so reifen verwende ich für Pfannengerichte, sie machen diesen typisch chinesischen Touch aus. Ein paar Paprikastreifen, Zwiebel, Senfkohl und Tomatillos in der Pfanne kurz anbraten, dazu Reis, einfach herrlich :-)

 

Ich hatte dieses Jahr sehr viele Tomatillos, und so habe ich sie eingekocht. Zucchinis waren auch noch übrig. So habe ich beides ca. 50 Minuten köcheln lassen. Heiss einfüllen, fertig :-) Sehr gut als Grundlage zu verwenden.

 

 


 

 

 

   
 

 

 

Ein sehr großer Wirsing ist auf unserem Land gewachsen - 3. November 2016
Heute haben wir den einzigsten Wirsing geerntet. Man sieht es auf dem Bild nicht soo gut, aber ist echt riesig :-) Er wiegt 5,6 Kilo!
Wir hatten jede Menge vorgezogen, auch von anderem Gemüse, aber dieses Jahr war karg. Wir haben zwar genug, aber soviel Ausfall wie dieses Jahr hatten wir noch nie. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass da jemand das Wachstum bremst oder die Pflanzen bei ihrer Arbeit stört ;-)'

Der Hund auf dem Bild, das ist Wuffine. Sie lebt wild und kommt uns ab und an besuchen.

 

 

 


 

Gemüsebrühe kann man selbst herstellen - 12. Oktober 2016
Ich nehme dazu immer jenes Gemüse, das ich im Herbst in großen Mengen übrig habe. Dieses Jahr sind das Karotten, Stangensellerie und Zwiebeln. Man kann natürlich auch Lauch, Petersilie oder auch Brennnesseln mit verwenden. Ganz nach Geschmack und was man eben hat.

Ich verwende das Gemüse Kiloweise, denn ich mache Gemüsebrühe für das ganze Jahr. Das Gemüse wird klein geschnitten und getrocknet. Anschließend im Mixer geschreddert, fertig. Salz muss man noch dazugeben. Ich verwende Himalayasalz, das kommt gleich mit in den Mixer mit rein.

 

Da wir dieses Jahr keine Walnüsse haben, die sind alle erfroren, konnte ich die Gitterkästen zum Trocknen des Gemüses verwenden. Ich habe die Kästen auf den Kachelofen gestellt, dort trocknete das Ganze innerhalb 3 Tagen schön durch.

 

 

 

Und so sieht dann das Gemüsepulver aus, wenn es aus dem Mixer kommt :-) Es schmeckt hervorragend. Man weis was drin ist und man kann es sich so herstellen, wie man möchte. Und es wächst absolut kostenlos im Garten, das ist wie eigenes Geld drucken gell ;-)

 

 




Lust auf Selbermachen? Hier ein paar Anregungen:

 

      

 


 

Sommerimpressionen vom Gombai Hegy 2016 -von Helmut-
Gombai Hegy ist ungarisch und heißt „Kleiner Pilzberg“, das Grundstück, das wir uns 2015 ganz in der Nähe gekauft haben.
Ein kleines Häuschen, Obstbäume, Wald ein Kartoffelacker und ein kleines Gärtchen, um das es auf diesen Bildern geht. Insgesamt sind es 3 Hektar Land – in Ungarn zum erschwinglichen Preis.

Das kleine Gärtchen habe ich über den Winter mit einem Holzzaun eingefriedet. Wir sind mitten im Wald und Rehe, Rothirsche, Wildschweine und natürlich Hasen, kommen bis wenige Meter ans Haus. Es ist herrlich in der Abenddämmerung Hirsche im eigenen Garten vom Sessel aus zu beobachten. Das Vergnügen hält sich aber in Grenzen, wenn sie dabei die Paprikapflanzen abfressen oder die Wildschweine ganze Kohlköpfe in den Wald schleppen.
Weiter zum Bericht und den Bildern

 


Ein paar Impressionen aus dem Garten - 13. Juli 2016
Wir hatten ein ziemlich seltsames Wetter dieses Jahr in Ungarn.
Am 27. und 28. April hatten wir 2 Nächte lang Frost. Viele Aprikosenbäume, Pfirsichbäume, Kirschbäume, Nussbäume und natürlich die kleinen Tomatenpflanzen und die Gurkenpflanzen im Gewächshaus hats schwer erwischt.

Alles erfror, und so hatten wir bis jetzt wenig Obst zum ernten.
Da vieles neu gesät werden musste, haben wir jetzt erst grüne Tomaten. Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir schon Schüsseln voll reifer Tomaten. Aber wie sagt man so schön "Irgendwas ist immer" :-)

Dafür haben wir mehrere Zucchinipflanzen, die schön tragen. Und auch die Gurken kommen nun rasant.




 

 

Ich kann ein einfaches Rezept zum Einmachen vorstellen.
Frisch geerntete Gurken verwenden. Die Frische ist wichtig, da die Milchsäuregärung vom Zuckergehalt abhängig ist. Und Gurken haben wenig Zuckergehalt, der zusätzlich nach der Ernte, stetig sinkt.

Auf 1 Kilo Gurken kommen 25g Salz.

Die Gurken in Scheiben schneiden und ins Einmachglas abwechselnd mit Salz einschichten. Immer wieder andrücken, es tritt dann von selbst Flüssigkeit aus. Man muss nichts extra zugeben.
Bis oben hin füllen, Deckel drauf und bei Zimmertemperatur ins Regal stellen. Nach ca. 1 Woche sind die Gurken verzehrfertig. Wunderbare Rohkost, und ganz einfach :-)
 


Buchtipp:
Gemüse milchsauer eingelegt


 

 

 

Das ist unser Sommerflieder. Er duftet so betörend, dass ich immer stehen bleiben muss, und extra an den Blüten schnuppern muss :-)



 

 

 

Das Rotkraut beginnt schon Köpfe zu bilden. Schon 200 g Rotkohl decken mit 100 mg den Tagesbedarf an Vitamin C! Damit nicht genug, stecken auch bis zu 400 % (!) der von Ernährungs-Experten empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K darin, außerdem reichlich Selen, Magnesium und Kalium.

 

 

 

 

Der Kohlrabi Superschmelz soll pro Frucht 1 Kilo schwer werden :-) Kohlrabi ist durch seinen starken Phosphorgehalt gekennzeichnet. Phosphor benötigen wir zum Aufbau von Knochen und Zähnen.

 

 

 


Hast du das gewusst?
Buchtipp:
Krebszellen mögen keine Himbeeren

 

 

 

Das ist Basilikum. Mal nicht in Grün, sondern in Bordeux ;-) Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde. Er schmeckt hervorragend zusammen mit Tomaten :-) Man kann ihn auch zusammen mit Tomaten pflanzen. Die beiden mögen sich und Tomaten übernehmen sogar den Geschmack von Basilikum, wenn er in der Nähe steht.

 

 

 


Ein paar Aprikosen haben den Frost doch überstanden :-) Aprikosen enthalten große Mengen an Beta Karotin. Beta Karotin wandelt der Köper in Vitamin A um, ein wichtiger Nährstoff für die Sehkraft. Außerdem besitzen Aprikosen Retinsäure. Es leitet sich vom Vitamin A ab, und hindert Leukämiezellen am ungehinderten Wachstum.

 

 

 

 


Zucchini ernten wir übrigens immer schon
ganz früh. Wir lassen die Frucht nicht größer als ca. 25cm werden. Sie schmeckt in dieser Größe wunderbar zart und die Pflanze bildet sofort neue Früchte. Davon hat man mehr, wie wenn man die Früchte so groß werden läßt. Denn die Pflanze hat dann nur 2 bis 3 große Früchte, die nicht mehr zart sind.

Man kann übrigens mit einem Spiralschneider, wunderbare Rohkost Spaghetti oder auch Salate herstellen.

 

 

 

 

Hier haben wir die winterharte Knoblauchskresse. Schmeckt fein nach Knoblauch und ist doch nur Blätterwerk ;-)



 

 

 

Ein Blick ins Gewächshaus - 7. Juni 2016
So ein Gewächshaus ist eine feine Sache :-) Pflanzen mögen Schutz und Wärme, und zumeist natürlich ein feuchtes Klima. Alles wächst wunderbar schnell und wenn man die Töpfe hoch stellt, dann guggen die Schnecken auch noch in die Röhre ;-)

Ich habe 3 lange Bretter (4 Meter) auf 2 Holzböcke gelegt. Genug Platz für jede Menge Töpfe.
 


 

 

Hier sieht man links im Bild wie wunderschön die Hokkaido gedeihen. Man kann Kürbis natürlich prima sofort ins Freiland säen. Aber nicht, wenn die Schnecken bereits Ringeltanzen machen, wenn nur 1 Millimeter Grün aus der Erde guggt ;-) Deshalb habe ich sie vorgezogen. Wenn sie nächste Woche ins Freiland kommen, räume ich den Mulch, der auf dem Beet liegt, ganz ab. Denn dort fühlen sich Schnecken sehr wohl. Und frisch gesetzte Pflanzen fressen sie besonders gerne.

Das Beet lasse ich trocken, es wird nur das Pflanzloch etwas angegossen und dann die Pflanze gesetzt. Um das Beet lege ich noch einen breiten Ring aus Asche, das mögen Schnecken überhaupt nicht. Sollte es doch noch eine geschafft haben vorzudringen, dann sammle ich sie Abends ab, und trage sie in den Wald. Gegossen wird morgens, damit abends wieder alles schön trocken ist, um die Pflanze herum. Denn Feuchte zieht die kleinen roten Fressgeier total an.

Nach ein paar Tagen, wenn die Pflanze Wurzeln geschlagen hat und stabil ist, kann gemulcht werden. Die Pflanze ist dann auch für Schnecken weitestgehend uninteressant, da die Pflanze nun auch härtere Blätter hat. 

 

 


 

Den Weißkohl habe ich in einzelne Töpfchen umgesetzt. Auch den mögen die Schnecken wie verrückt ;-) In einer Woche kommt er ins Freiland genauso wie der Kürbis. Der Paprika ist noch klein, ich habe dieses Jahr große Sorten ausgesät. Barguzin soll 30cm groß werden, ich bin gespannt :-) Auch habe ich eine Tomatenpflanze, die pro Tomate 1kg hergeben soll.

 

 


 

Vorne mittig im Bild sieht man eine Knoblauchskresse vom Balkan, sie soll winterhart sein. Sie schmeckt nach Knoblauch, ich habe ein kleines Blatt probiert :-) Rechts im Eck steht die Jaltomate, sie trägt köstliche schwarze, süße Beeren :-) Ich möchte dieses Jahr Marmelade davon machen.

 

Mein selbst gemachter Aussaatkalender 2016
Ein paar Holzstäbchen braucht man, die man geschickter Weise anordnet, sodass man jeden Monat die Saatgut-Tütchen anheften kann. So weis man immer was man ausgesät hat :-)

 

 



 


Archiv  2015
Inhalt:
Der Frühling ist da
Entgiften mit Koriander
Impressionen aus dem Garten
Die ersten Kirschen

Die ersten Schnecken und wie man sie austricksen kann ;-)

Kennt ihr Maulbeeren?
Gurken einmachen ohne erhitzen
Die Kiwanos beginnen Früchte zu tragen
Unser wundervoller wilder Pfirsichbaumm
Noch ein paar Herbst Impressionen .... sehr schöne Bilder :-)
Die letzte Paprika dieses Jahr


Archiv August bis Dezember 2014
Inhalt:

Der erste Versuch einer lockeren Hofgemeinschaft auf der Scholle, oder wie es nicht geht
Ein neues Fenster
Wintervorrat
Was ist Crosne?
Gesundes Brot
Eintopf
Kartoffel-Apfel-Teilchen
Unser gigantischer Topinambur
Apfel-Kirsch-Kuchenn
Gebackener Tee
Apfelsaft
Eine gemauerte Gartenwanne
Kräuter trocknen
Reiche Ernte
Basilikumpesto
Solarofenn


Archiv Januar bis Juli 2014
Inhalt:
Haltbarmachen ohne Hitze
Die kanadische Goldrute als Heilmittel bei Mehltau
Mangoldrippchen als Rohkost
Ambrosia ist eine Heilpflanze
Unser Kartoffelturm
Blumige Impressionen
Salat, selbst gezogen und die Veränderung
Verwirbeltes Wasser - meine Erfahrung damit

 

Archiv Juli bis Dezember 2013

Inhalt:
Kürbislager
Mexikanische Tomatillos
Eingelegte Minitomaten
Gesundes Essen
Ungarische Wildpflaumen
Wäsche von Hand waschen



Archiv Januar bis Juni 2013

Inhalt:
Impressionen von den Hügelbeeten
Kleingetier im Garten
Der Holzwall
Ein Tag aus unserem Leben
Das Kräuterbeet
Salat aus dem eigenen Garten
Frühling
Winter
Bananenküchlein
Eine Schüssel voll Grün
Schokotaler
Die neue Küche
Zuckersucht
Ziemlich viel Schnee
Gesunder Kaffee
Der Brunnen geht wieder :-)

 


Archiv 2012
Inhalt:
Apfelsaftvergleich
Sauerkrautherstellung
Energetisierung von Wasser
Parasolpilze trocknen
Hagebuttenmarmelade herstellen
Apfelsaft mit Meerrettich konservieren
Hagebuttenmus
Der Rosablättrige Egerlingsschirmling
 


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