Unser Aussteigerleben - Neues von der Scholle

Die Scholle ist das Land des Bauern, auf dem er wohnt und es bewirtschaftet, und von dessen Früchten er lebt. Ich habe diesen alten Begriff bei Viktor Schauberger gehört. Der Begriff wird auch als Metapher für Heimat gebraucht.
 


 

Unser Kürbislager 2013

Zucchini kann man lagern. das wissen die meisten nicht. Wenn man sie ausreifen lässt, sodass sie eine harte Schale haben, sind sie lagerbar bis Januar/Februar des darauffolgenden Jahres, also bis 2014.
Man sollte darauf achten, dass die Zucchini nicht abgeschnitten werden, sondern vom Strunk abgedreht werden. Sie müssen bei Zimmertemperatur gelagert werden und man sollte sie überprüfen können. Die Regale nicht zu hoch anbringen, man sollte dazu sehen können. Bei eventuellen Faulstellen, die Frucht verbrauchen.

Der Patisson Kürbis wird sogar mit einer Lagerfähigkeit von 1 Jahr angegeben. Man kann alle Kürbisse auch roh essen. Wir essen sie vornehmlich roh, sie sind herrliche Rohkost.

Man kann sie auch raspeln und für Kuchen verwenden. Wunderbar kann man sie mit geraspelten Kartoffeln zusammen und Kichererbsenmehl zu kleinen Fladen ausbacken.

Der Kürbis ist für uns eine Riesenentdeckung gewesen, da er super haltbar ist, roh gegessen werden kann, und obendrein eine reichliche Ernte liefert, bei wenig Arbeitseinsatz.

Der Geschmack wird oft als "geschmacklos" angegeben. Dem müssen wir scharf :-) widersprechen. Da wir zur Zeit kaum etwas aus konventionellem Anbau oder "Schlechtkost" aus dem Supermarkt zu uns nehmen, hat sich unser Geschmack wieder hergestellt. Von daher können wir sagen, dass jeder Kürbis anders schmeckt, und es sich lohnt auf natürliche Nahrung umzustellen.

Denn dass das meiste geschmacklos oder nur bitter ist, was aus der Natur kommt, hat die Ursache in künstlich hergestellten Nahrungsmitteln, die völlig überzuckert sind und vielfach mit Geschmacksverstärkern angeboten werden. Dieses Zeug macht hungrig und süchtig. Vor allem macht es den Geschmack kaputt. Eine vegane Süssigkeit, selbst aus dem Bioladen, ist für uns mittlerweile viel zu süss.
 

 

 

 

Mexikanische Tomatillos - 20. August 2013

Beim Besorgen der Samen für unser Land sind mir Tomatillos ins Auge gefallen. Sie benötigen wenig Wasser, stand da auf dem Tütchen. Zudem sind sie ertragreich und als Gemüse verwendbar. Na dann, los!

Es wuchsen ca. 1 m hohe Büsche heran mit grünlila farbenen Lampions. Sehr schön anzusehen. Die Frucht ist reif, wenn die Schale aufspringt. Zum Vorschein kommen verschieden farbige Tomatillos von grün, hellgrün, rosa bis lila. 2cm bis 5cm im Durchmesser.

Roh schmecken sie wie eine Mischung aus Zwiebel, Stachelbeeren und Tomaten, etwas säuerlich. Das Fleisch ist fruchtig und erinnert beim Reinbeißen an die Konsistenz von Stachelbeeren. Die Frucht hat sehr viele Samen, die wir natürlich gleich gesammelt haben. Im nächsten Jahr wird es bei uns viele Büsche geben :-)

In der Pfanne angebraten und leicht gesalzen schmecken Tomatillos zu Fladen sehr gut. Beim Erhitzen dickt die Frucht ein, also sehr gut zum Einmachen. Ich habe testhalber 1 Glas eingemacht, sogar die Farbe blieb erhalten.
Durch den würzigen Geschmack benötigt man zu einem Essen nicht viel, deshalb reicht für uns ein kleines Marmeladenglas voll :-)

Seit wir ca. 90% der Lebensmittel von unserem eigenen Land und der Umgebung hier essen, ist uns aufgefallen, dass wir nur noch sehr wenig Nahrung brauchen. Ein sicheres Zeichen dafür, dass gute und wichtige Nährstoffe enthalten sind.

Der positivste Effekt jedoch ist, dass die "Schlacken" dahin schmelzen. Landläufig werden Schlacken gerne als Fett bezeichnet. Das ist jedoch nicht richtig. Wenn wir "Fett ansetzen" so ist das nichts anderes als in Zellwasser gebundene Lebensmittel- und Umweltgifte.

Da das Essen aus den Supermärkten mit allerlei Chemikalien gespritzt wird, die unser Körper natürlich nicht als Nahrung erkennt, sondern als Gift, lagert er die meisten Chemikalien ins Bindegewebe ein. Das macht der Körper mit Wasser. Es sieht dann so aus, als würden wir "fett" werden. In Wirklichkeit dunsen wir auf wie ein Wasserballon. Wir tragen Gifte am Körper mit herum.

Diese Gifte kann der Körper mit natürlichen Lebensmitteln wieder lösen. Das ist meine eigene Erfahrung. Denn ich versuche vergeblich seit Jahren mein Gewicht zu reduzieren. Mit gewöhnlichem Essen aus dem Laden geht das nicht. Denn Obst und Gemüse aus konventionellem Anbau ist immer gespritzt. Auch Getreide wird chemisch behandelt, man isst das im Brot alles mit.

Produkte aus dem Bioladen sind weitaus besser und günstiger, da man nur halb soviel davon essen muss ;-)
Letztens hab ich von einer intelligenten Hausfrau einen bemerkenswerten Satz gelesen: "Für Billig bin ich zu arm".

Selbstangebautes macht regelrecht wieder gesund und heil. Wie schon Hippokrates sagte: "Lasst eure Nahrungsmittel eure Heilmittel sein!"

 

 


 

Eingelegte Minitomaten - 20. August 2013

Die Sonne hier in Ungarn brennt unheimlich auf den Planeten, was eine wunderbare Sache ist, wenn man Lebensmittel trocknen will.
Ich habe Minitomaten aufgeschnitten und in die Sonne gelegt. Nach 3 Tagen waren sie fertig getrocknet. Nun habe ich sie gesalzen und in jede ein Blatt Basilikum gelegt, zugeklappt und in ein Glas geschichtet. Zwischendrin immer wieder Oregano gestreut und am Schluss das Glas mit Olivenöl aufgefüllt. Deckel zu und ab ins Lagerregal :-)

Haltbarkeit sollte 6 Monate sein. Ich vermute aber, dass sie vor Ende der Haltbarkeit gefuttert sind ;-)

 

 


 

Gesundes Essen aus dem eigenen Garten - 24. Juli 2013

Seit einigen Wochen ernähren wir uns überwiegend von unserem selbst angebauten Essen. Die Auswirkungen auf unseren Körper sind wirklich erstaunlich. Zwar wussten wir, dass konventionell angebautes Obst und Gemüse mit Pestiziden belastet ist und von daher ziemlich wertlos ist, aber was wir gerade erleben spottet jeder Beschreibung.
Wir haben vor einigen Jahren entschieden, unser Essen im Bioladen einzukaufen. Wir merkten deutlich, dass dieses Essen mehr Gehalt hat, da wir einfach weniger davon essen mussten. Deshalb traf auch die Argumentation, -Bio ist teuer- nicht zu, da wir ja weitaus weniger essen mussten ;-)

Allerdings wird Bioessen auch in Monokulturen angebaut und wächst ebenso auf ausgezehrten Böden, da man in diesem Bereich noch nix von Permakultur gehört hat geschweige denn von Natürlicher Landwirtschaft.

Unser Selbstangebautes wurde auf Hügelbeeten gezogen und gut mit Mulch und Kompost versorgt. Beikräuter dienten als wichtige Gesellschaftspflanzen und so entstand nach und nach ein reiches Bodenleben mit Würmern, Insekten, Ameisen, Mäusen und einem Maulwurf, der feste beim Boden auflockern hilft :-)

Kurz gesagt, unser Essen schmeckt fantastisch, aromatisch und wir essen so kleine Mengen, dass unser erster Versuch Kartoffeln anzubauen ein so großer Erfolg war, dass wir bis zum Juni nächsten Jahres davon essen können.
Eigenes Essen anbauen, das ist wie eigenes Geld drucken ;-)

Ein weiterer Effekt des mineralstoffreichen Essens ist, dass der Körper sofort beginnt zu entgiften. Wir verlieren unsere Schlacken, oder wie der Volksmund sagt, -wir nehmen ab-
Die mit Zellwasser gebunden Lebensmittelgifte, die sich am Körper so schön als "Fett" anlagern, schmelzen gerade dahin.    

 

 

 

Ungarische Wildpflaumen - 7. Juli 2013

Auf unserem Land wachsen Wildpflaumen, die wir heute mal probiert haben. Es gibt viele verschiedene Sorten, Gelbe, Rosafarbene, Rote ...
Ich hab sie eingekocht mit Honig. Der Geschmack ist etwas säuerlich und somit immer gut für Kuchen :-)

 

 

 

Wäsche von Hand waschen - 6. Juli 2013

Vor unserem Umzug von Deutschland nach Ungarn haben wir jeden Ballast verkauft oder verschenkt. Da unser Haus in Deutschland gut dreimal so groß war als unser jetziges Haus, hatten wir immer Bedenken, dass der Umzugswagen nicht ausreicht. So haben wir kurzerhand auch unsere Waschmaschine verkauft. Eine neue Maschine kann ja dann immer noch schnell gekauft werden, so dachten wir.



In Ungarn angekommen, haben wir dann erst mal von Hand gewaschen. Helmut konnte seine Waschnüsse gut gebrauchen, die er übrigens im Vitamix (Hochleistungsmixer) mit Wasser zu einer emulgierenden Waschlotion mixt. Ich wasche lieber mit Seife, so hat jeder seine Eigenheiten. Was uns da aufgefallen ist, lässt uns heute noch staunen. Unsere Kleider wurden plötzlich wieder farbig, will sagen, die Farben waren wieder so leuchtend und frisch wie beim Kauf. Das Waschwasser war bei Wäsche, die nicht mal schmutzig sondern nur verschwitzt war, unheimlich schmutzig. Das wunderte uns erst mal. Bis wir das Geheimnis lüfteten. Die Waschmaschine wäscht nicht, sie verteilt nur den Dreck fein säuberlich :-)


Alle Wäschestücke, die wir von Hand gewaschen haben sind plötzlich wieder wie neu. Auch das Tragegefühl ist viel wohliger mit von Hand gewaschener Wäsche.
Noch ein positiver Effekt hat sich eingestellt. Wir gehen mit unseren Kleidern bewusster um und müssen daher weniger waschen. Das hat sich von ganz alleine ergeben. So wie man weis, dass so ein Fleck im Hemd Arbeit macht ...

Man kann übrigens auch mit Kastanien waschen. Sie enthalten auch Saponine, die Schmutz und Fett lösen.
Wir haben das noch nicht probiert, werden aber sobald die Kastanien reif sind, welche sammeln und wieder berichten :-)
 


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