Die Mär vom lieben Meislein & dem frechen Spatz - die Wahrheit ist wie so oft das Gegenteil

Wir hatten vor ein paar Jahren mal Besuch, von einem netten, älteren Herrn. Er mochte Vögel und da hatten wir schon was gemeinsam.

Er erzählte mir, was er alles für Vögel im Garten hat. Kohlmeisen, Rotkehlchen, Stieglitze --- nur bei den Spatzen verdüsterte sich sein Gesicht. Wegen denen würde er die Vögel im Winter nicht füttern, da 'die' sonst alles bekommen würden. Genauso schlecht, war er auf Raben und Krähen zu sprechen.

Viele ältere Menschen sind mit diesen Urteilen aufgewachsen und auch die etwas einfacher gestrickten jungen Leute, vom Land, ich nenne sie hier einmal Bauern :-)), empfinden heute noch so.

 

 

Nun, tatsächlich sind Raben und Krähen die intelligentesten einheimischen Vögel und zumindest die Feldsperlinge, die Marion und ich gerade an unseren Futterstellen beobachten, die liebevollsten... richtige Schnuffala, wie Marion immer sagt. Es ist noch nicht vorgekommen, dass sich die Spätzchen mit Artgenossen oder anderen Vögeln stritten. Sogar im Futterhäuschen hocken sie friedlich nebeneinander und essen zusammen.

Hingegen zwei Kohlmeisen auf einem Ast, bedeutet Krieg an der Futterstelle und der prachtvolle Kleiber haut erst alle anderen aus der Hütte (Futterhäuschen), bevor er sich einen Kern von unseren Hokkaidokürbissen holt.

Na ja, jeder ist halt wie er ist - Spatzen sind so und Kleiber und Meisen halt anders... alles perfekt, wie es ist :-))

 

Aber es ist doch etwas auffällig, dass gerade intelligente und friedliche Vögel besonders gehasst werden (oder wurden). Bunte und schreiige Raufbolde, werden aber als toll gesehen...

 

... von Helmut am 9. Februar 2017

 

 

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